Standalone
Flairbuilder erlaubt die Erstellung von Entwürfen mit Themes, die auch nach der Erstellung des Entwurfes umgestellt werden können.
Gliffy ist ein Online-Dienst, der viele verschiedene Arten von Charts ermöglicht. Die dort erstellten Wireframes können auch in Wikis wie Confluence eingebunden werden.
Eine weitere Besonderheit von Flairbuilder sind die beiden unterschiedlichen Themes, die je nach Bedarf auf neue oder bereits bestehende Entwürfe angewendet werden können. In der aktuellen Version stehen zwei Themes zur Verfügung, die die Entwürfe entweder als handgezeichnet oder mit geraden Linien darstellen. Flairbuilder basiert wie Balsamiq auf Flash und kann daher sowohl im Browser, als auch als Standalone-Desktop-Anwendung zum Einsatz kommen. Eine Einzelplatzlizenz von Flairbuilder kostet 99 US-Dollar.
Auch eine Integration in verschiedene Wiki-Systeme ist vorhanden, sodass die Prototypen zudem auch als Dokumentation genutzt werden können. Das Lizenzierungsmodel basiert auf einer monatlichen Zahlung pro Benutzer und beginnt ab 5 US-Dollar.
Eine reine Windows-Lösung steht mit Mockupscreens (http://mockupscreens.com) zur Verfügung. Auch dieses Tool unterstützt die Erstellung von Wireframes. Auch hier liegt der Fokus eher auf der Erstellung von Anwendungsmockups. Elemente für Webseiten sind wenige vorhanden. Die Erstellung der einzelnen Entwürfe geht dank Layouthilfen einfach und schnell von der Hand.
Die Entwürfe können entweder im Windows-Look&Feel oder als Wireframe dargestellt werden. Dazu genügt das Umschalten der Ansicht, ein Neuzeichnen ist nicht erforderlich. Wie bei Balsamiq oder Flairbuilder ist eine gewisse Interaktivität der Entwürfe möglich, was eine einfache Demonstration von Funktionen ermöglicht. Sehr praktisch sind die Kommentare, die sich zu jedem Element hinterlegen lassen. Diese können nach Bedarf ein- und ausgeblendet werden.
Eine Interessante Funktion von Mockupscreens ist der Export von Dokumentationen. So lässt sich aus einer Reihe von Entwürfen und hinterlegten Kommentaren auf Knopfdruck ein Word-Dokument erstellen, das beispielsweise als Anforderungsdokument innerhalb eines Projektes genutzt werden kann. Selbstverständlich lassen sich die einzelnen Mockups auch als Einzelgrafiken speichern. Mockupscreens ist kostenpflichtig und kostet 100 US-Dollar pro Arbeitsplatz.
Qual der Wahl
Die Wahl eines Tools zur Erstellung von gezeichneten Prototypen hängt von vielen Gegebenheiten ab. Je nachdem, ob Sie mehr Webseiten oder Anwendungen erstellen, ob Sie Designer oder Entwickler sind, wird die Wahl auf ein anderes Tool fallen. Eines der wenigen frei nutzbaren Tools ist Pencil, das sich besonders eignet, wenn Sie Webanwendungen erstellen, da hierzu die meisten Steuerelemente zur Verfügung stehen.
Die Erstellung von skizzenhaften Darstellungen ist allerdings nicht möglich. In diesem Bereich spielen vor allem Balsamiq, Mockupscreens, Flairbuilder oder Wireframesketcher ihre Stärken aus, wobei Balsamiq im Moment aufgrund seiner hohen Verbreitung und der vorhandenen Vielzahl an zusätzlichen Steuerelementen die Nase vorn hat. Wer hauptsächlich Webseiten designed, für den eignet sich der 960-Grid-Ansatz mit einer Umsetzung in einem Tool seiner Wahl am ehesten.
Die Liste der in diesem Artikel vorgestellten Anwendungen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, dazu sind die möglichen Werkzeuge zu vielfältig. Nach oben hin gibt es kaum Grenzen, so existieren neben den hier vorgestellten Tools auch Softwarelösungen, die eine Zusammenarbeit zwischen mehreren Personen erlauben.
Inhaltsverzeichnis
- Teil 1 Der schnelle Entwurf: Wireframing
- Teil 2 Standalone
Kleines Spiel für zwischendurch


